Okt 152012
 

Preistreiber der Energiekosten ist nicht die Ökostrom-Umlage

Die Schleswig-holsteinische Landesregierung will den Bürgern helfen, die steigenden Energiekosten einzufangen. Es sind nicht alle Potenziale zur Einsparung von Energiekosten ausgeschöpft. Ca. 20-25 Prozent sollten eingespart werden können und dann?

Steigende Energiepreise entstehen nicht nur aus den Stromkosten, sondern aus den fossilen Energieträgern wie Gas und Heizöl, sind die Energiekosten aus dem Ruder gelaufen. Auch ohne den Ausbau erneuerbarer Energien werden die Energiepreise ansteigen. Die fossilen Ressourcen werden knapper und teurer.  Der Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen geht nicht zum Nulltarif. Deshalb müssen alle zur Verfügung stehenden Mittel eingesetzt werden, die eine Reduzierung des Energieverbrauchs  bewirken.

In den letzten 30 Jahren sind die Preise für Heizöl um ca. 300 Prozent gestiegen. Die Preise für Gas um über 100 Prozent und die Stromkosten um über 50 Prozent.  Die Wärmeerzeugung und der Wärmeverbrauch ist der hauptsächliche Preistreiber der Energiekosten der Vergangenheit gewesen. Die Ökostrom-Umlage aus den erneuerbaren Energien soll nur mit 29% zu den Erhöhungen der Stromkosten beigetragen haben.

Die Steigerung der Kosten ist nicht durch den Ökostromanteil, der Ökostrom-Umlage, hervorgerufen, sondern es sind die Kosten für die Beschaffung, den Transport, Erzeugung und für den Vertrieb.

Im Norden Deutschlands wird die EEG Kilowattstunde mit ca. 3 Cent günstiger produziert als im Bundesdurchschnitt. Würde man die EEG Kilowattstunde von Bayern mit Schleswig-Holstein vergleichen, würden die Ergebnisse viel gravierender ausfallen. In Bayern wird hauptsächlich Solarstrom erzeugt, zu sehr hohen Förderpreisen, während in Schleswig-Holstein hauptsächlich Windstrom preiswert erzeugt wird.

Die Kosten für die Erzeugung von Windstrom an Land sind günstiger als die Kosten für Windkraftanlagen auf See. Die schleswig-Holsteinische Regierung ist deshalb anderer Ansicht als der Bundesumweltminister und möchte keine Deckelung der Ausbaustufen und der Windenergie an Land.

Neue Tests zur Nutzung der Windenergie und Stromerzeugung auf See laufen zurzeit mit vertikalen Kleinwindkraftanlagen. Vertikale Kleinwindanlagen erreichen nicht die hohen Megawattleistungen der Growiane, können aber bereits bei geringeren Windgeschwindigkeiten ihre Nennleistung erreichen. Außerdem sind vertikale Kleinwindanlagen prädestiniert, aus einer zur Verfügung stehenden Windfläche mehr Energie herauszuholen als große Windkraftanalgen. Wenn dann bei den kleinen vertikalen Windkraftanlagen Besonderheiten berücksichtigt werden, so wird die Energieeffizienz deutlich erhöht.

Zusätzliche Quellenangaben : Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein

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